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Erinnerungen an die Gründung zum Vereinsjubiläum

"30 Jahre SPD in Friesen. Bei der Gründung im Jahr 1985 lauteten die Prognosen vieler politischer Gegner, dass der Ortsverein wohl kaum die ersten Monate überstehen werde. Da sieht man, wie man sich doch täuschen kann." Das bemerkte der frühere Kronacher Bürgermeister Manfred Raum im Laufe einer Präsentation beim Gründungsjubiläum, das im Mittelpunkt der Jahresabschlussfeier im Gasthaus Desera stand.

Mit einer Fülle von Fotos und Dokumenten erinnerte Raum in seiner Präsentation vor allem an die Ereignisse der ersten Jahre, als sich die örtliche SPD zunehmend mit den unterschiedlichsten Aktivitäten zu Wort meldete und sich als feste Größe in der Vereinsgemeinschaft etablierte. Dabei sei es in erster Linie  um die politische Arbeit vor Ort im Sinne der Bürgerinnen und Bürger gegangen, wie zum Beispiel die  innerörtliche Verkehrssicherheit, den Bau des Friesener Kreisels oder die Dorferneuerung. Heute engagiere sich der Ortsverein in vielfältiger Art und Weise, beispielsweise bei der Gestaltung und Pflege des Kinderspielplatzes und des Friesener Kreisels.

 

Fester Bestandteil der Dorfgemeinschaft

 

Bei der Weihnachtsfeier feierte man das 30-jährige Bestehen des Ortsvereins, der am 8. Juni 1985 gegründet wurde.

 

Der Moderator erinnerte mit Fotos auch an die Sommerfeste, die Preisschafkopfturniere, die  Ostereiersuchaktionen, die Tagesfahrten oder die Pflanzentauschbörsen - Veranstaltungen, die zum Teil von Anfang an zum jährlichen Geschehen gehörten. "Getrost kann man feststellen, dass die SPD  heute wegen der zahlreichen gesellschaftlichen und politischen Impulse als ein fester und anerkannter Bestandteil der Ortsgemeinschaft in Friesen bezeichnet werden muss", so das Fazit des "Geburtshelfers der Friesener SPD", wie der ehemalige Bürgermeister in den Dankesworten für die gelungene Präsentation vom 1. Vorsitzenden Egon Becker bezeichnet wurde.

Dass die Friesener SPD auch überörtlich immer wieder Akzente setzt, wurde in den Grußworten des Landratskandidaten und Marktrodacher Bürgermeisters Norbert Gräbner, des Kreisvorsitzenden Dr. Ralf Pohl, des Stadtverbandsvorsitzenden Dr. Ralf Völkl und des ehemaligen Landrats und Abgeordneten Dr. Heinz Köhler deutlich. Wie schon auf dem SPD-Bundesparteitag im Jahr 1997 in Hannover stellen sich die Friesener Sozialdemokraten mit Fug und Recht als wahrhaft "lebendiger Ortsverein" dar.

 

Ehrungen für langjährige Mitglieder

 

Die Geehrten und die Ehrengäste. Von links Neumitglied Michael Jungkunz, Andreas Rosin (25 Jahre), Dr. Heinz Köhler, Vorsitzender Egon Becker (30 Jahre), Michael Stengl (40 Jahre), Stadträtin Marina Schmitt, Dieter Jungkunz (30 Jahre),  Landratskandidat Norbert Gräbner,  Kreisvorsitzender Dr. Ralf Pohl, Günter Nohynek (20 Jahre), Stadtverbandsvorsitzender Dr. Ralf Völkl, Manfred Raum und Winfried Wiegand (30 Jahre).

 

Die Ehrungen für langjährige Mitglieder nahmen im Anschluss die Ehrengäste gemeinsam mit Stadträtin Marina Schmitt vor. Mit einer Urkunde wurden ausgezeichnet für 30 Jahre Parteizugehörigkeit die Gründungsmitglieder Winfried Wiegand, Dieter Jungkunz und Vorsitzender Egon Becker; für 20 Jahre Günter Nohynek. Eine Ehrennadel und eine Urkunde wurde an Michael Stengl für 40 Jahre und an Andreas Rosin für 25 Jahre Mitgliedschaft überreicht. Erfreut zeigte sich der Vorsitzende Egon Becker über die beiden neuen Mitglieder Elisabeth Fehn und Michael Jungkunz, denen er das Parteibuch überreichte.   

Umrahmt wurde die Feier von Andreas Rosin, der mit der Gitarre für eine vorweihnachtliche Stimmung sorgte. Nicole Rosin und Angelina Schmitt trugen besinnliche Geschichten zur Weihnachtszeit vor. Mit ihrem gelungenen Tanzvortrag erfreuten die Schwestern Lotta und Rosalie Günnel die Anwesenden, die nach dem offiziellen Teil den Abend in gemütlicher Runde ausklingen ließen.

   

 

 Rosalie und Lotta Günnel erfreuten bei der SPD-Jubiläumsfeier mit ihrem gekonnt präsentierten Tanz.

 

Egon Becker wurde zum neuen Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Friesen gewählt. Andreas Rosin wird künftig zusammen mit Stadträtin Marina Schmitt das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden ausüben. Neu gehört dem Vorstandschaft Michael Stengl als Beisitzer an. Die Teilneuwahlen der Vorstandschaft bei einer außerordentlichen Hauptversammlung vor wenigen Tagen waren notwendig geworden, nachdem die frühere Vorsitzende Heidi Hansen ihr Amt niedergelegt hatte und in den Ortsverein Gundelsdorf wechselte.

 

 

In einem weiteren Wahlgang wurden Marina Schmitt und Günter Nohynek als Delegierte zur Aufstellungsversammlung des Landratskandidaten am 19. Oktober in Ludwigsstadt gewählt. Stellvertreter sind Angelika Nohynek und Egon Becker. Einstimmig fiel auch der Beschluss, dass der Ortsverein Friesen den Marktrodacher Bürgermeister Norbert Gräbner als den geeigneten Landratskandidaten zur Wahl empfiehlt. Unter anderem soll in Friesen kurz vor der Landratswahl ein Info-Stand stattfinden.

In einem kurzen Rückblick auf seine dreimonatige Zeit als kommissarischer Vorsitzender ging Becker auf das Sommerfest, die Tagesfahrt nach Würzburg und die Pflanzentauschbörse in Glosberg ein. Die Resonanz sei bei den Besuchern und Teilnehmern aller drei Veranstaltungen durchweg positiv gewesen.

Stadträtin Marina Schmitt berichtete über die Stadtratsarbeit der vergangenen Wochen und Monate.  Unter anderem ging sie auf einen Beschluss des Verwaltungsausschusses ein, der verkehrsberuhigende Maßnahmen in der Grünen Au vorsieht. Mit der Umsetzung rechne sie allerdings erst im kommenden Jahr: "Ich hätte mir gewünscht, dass die von mir beantragten Maßnahmen eins zu eins übernommen werden. Leider stieß ich da aber auf Widerstand. Immerhin wird man jetzt Pflanzkübel an den Fahrbahnrändern aufstellen, wechselseitig Parkflächen kennzeichnen, Geschwindigkeitskontrollen durchführen und den überwucherten Gehweg in der hintere Au wieder begehbar machen. Zudem wurde zugesagt, ein zweites Ortsschild aus Roßlach kommend anzubringen und demnächst über einen längeren Zeitraum eine Geschwindigkeitsmesstafel aufzustellen."

Weiter berichtete sie, dass sich die SPD-Stadtratsfraktion auf ihre Initiative hin wenige Tage nach Ankunft der Flüchtlinge in Kronach vor Ort ein Bild über die Situation gemacht habe. Im Gespräch bedankten sich die zum Teil schwer traumatisierten Familien und Einzelpersonen, vor allem aus Syrien und dem Irak, für die freundliche Aufnahme und die Hilfsbereitschaft durch die Bevölkerung. Mitglieder des Sicherheitsdienstes  bestätigten, dass es in Kronach bisher zu keinen Zwischenfällen gekommen sei.

Der neuesten Information der Stadtverwaltung zu Folge, so Schmitt weiter, variiere die Belegung in der Notaufnahme Schulzentrum stark, weil die Flüchtlinge nach nur kurzer Verweildauer auf andere Standorte verteilt werden. Zwischen 25 und 125 Personen seien dort untergebracht. Die Notaufnahme wolle man noch in diesem Monat nach Marktrodach verlagern. Zudem befänden sich im Wohnheim Ludwigsstädter Straße ca. 40 Personen. Weiter wohnen zur Zeit  insgesamt ca. 35 Kinder und Jugendliche im Bürgerspital und im Gasthof Söllner in Fischbach.

Abschließend gab Vorsitzender Egon Becker bekannt, dass man beim diesjährigen Jahresabschluss-treffen am 13. Dezember im Gasthaus Desera auch die Gründung des Ortsvereins vor 30 Jahren feiern will. Zu dieser Veranstaltung seien alle Mitglieder und deren Angehörige sowie Freunde der SPD schon jetzt herzlich eingeladen.                                                                                                                        

 

 

 

 

Viel zu schade zum Wegwerfen sind viele Pflanzen und Gehölze, die im Herbst aus dem Garten entfernt werden sollen. Ähnliches gilt für Blumen, für die mancher in seiner  Wohnung keinen Platz mehr hat. Das fanden auch die zahlreichen Besucher der Pflanzentauschbörse in Glosberg, die heuer bereits zum zehnten Mal auf dem Gelände des Kompostplatzes Diller in Glosberg stattfand. Abgegeben wurden mehr als 300 Gehölze, Pflanzen und Pflanzenableger, die, anstatt auf dem Kompost zu landen, neue Besitzer fanden und nun Gärten oder Wohnungen verschönern.

Der SPD-Ortsverein Friesen sorgte als Ausrichter dafür, dass Geselligkeit und Erfahrungsaustausch nicht zu kurz kamen.  Kuchen, Kaffee und andere Getränke wurden angeboten, mehr als 20 Gläser von Stadträtin Marina Schmitt selbst hergestellter Marmeladen waren schon nach kurzer Zeit vergriffen.

"Wie immer gab es auch diesmal alles zum Nulltarif," so Vorsitzender Egon Becker. "Umso erfreulicher ist es, dass nach Abzug unserer Kosten mehr als 100 Euro an freiwilligen Spenden für den Friesener Kreisel zusammen kamen, um dessen Pflege und Gestaltung sich der SPD-Ortsverein Friesen kümmert. Dieses Geld werden wir im Frühjahr für eine Teilerneuerung  der Rosenbepflanzung, vor allem auf der Nordseite der Verkehrsanlage, verwenden."

 

Manche Improvisation war diesmal beim Tagesausflug des SPD-Ortsvereins nach Würzburg gefragt. Am Plan ging es zwar am frühen Morgen planmäßig los, nachdem für das Frühstück unterwegs alle Utensilien eingeladen worden waren. Fast alle - denn die Würstchen fehlten dann doch an Bord. Vorsitzender Egon Becker und Mitorganisator Günter Nohynek, beide Meister der Improvisation, wussten sich aber zu helfen und steuerten direkt am Kloster Münsterschwarzach eine Metzgerei an, um diesen Mangel zu beheben, was dann auch glückte.

 

Münsterschwarzach - Kloster und Ort der Lebensphilosophie

 

Doch sofort nach dem Frühstück gab es die nächste Panne, als der Bus einfach nicht mehr anspringen wollte. Den fast zweistündigen Zwangsaufenthalt nutzten die Teilnehmer aber zu einer Besichtigung des Klosters, wobei sie sogar von einem Pater willkommen geheißen wurden, der die Friesener für eine andere angemeldete Reisegruppe hielt.

Nach der geglückten Reparatur des Busses ging es schließlich mit dem Segen des Paters weiter zum eigentlichen Fahrtziel Würzburg, das man dann mittags erreichte. "Dort nahmen wir an einer zweistündigen  Stadtführung durch unser Mitglied Michael Stengl teil, der als Student lange Zeit in Würzburg lebte und sich als hervorragender Würzburg-Kenner entpuppte. Über die Sehenswürdigkeiten, wie Residenz, Marienkapelle, Alte Mainbrücke, die Festung oder das Käppelle informierte er uns kurzweilig an Hand historischer Daten und Episoden. Dabei kam aber auch das heutige Würzburg und das vielfältige Leben in der Dom- und Studentenstadt nicht zu kurz," war Vorsitzender Egon Becker voll des Lobes.

 

Würzburg - Alte Mainbrücke mit Blick auf die Festung Marienberg

 

Nach einem Bummel durch die Altstadt und erneuten kurzzeitigen Startschwierigkeiten des Omnibusses ging es am Abend wieder Richtung Heimat, wo man bei Breitengüßbach zum Abendessen einkehrte. Wohlbehalten erreichte die Reisegruppe schließlich gegen 21 Uhr die Heimat. Die lehrreiche und informative Führung durch Würzburg, aber auch und gerade die Pannen, so die Teilnehmer, waren es, die den Reiz dieser Fahrt mit Hindernissen ausmachten.

 

Nachdem sich der Wettergott in den Jahren zuvor immer wieder mal launisch zeigte, hatte die SPD diesmal wirklich keinen Grund zu jammern. Gut besucht war das Sommerfest, so dass auch der finanzielle Erfolg passte. Für die Kinder, die sich an bereitgestellten Spielgeräten austoben konnten, war ebenfalls wieder einiges geboten.

Stadträtin Marina Schmitt, die auch ihre Kollegen der Stadtratsfraktion begrüßen konnte, lobte den Zusammenhalt und die Mitarbeit aller, ohne die dieser Erfolg nicht möglich gewesen wäre: "Ohne die Leistung der anderen schmälern zu wollen, muss ich hier mal unseren neuen Vorsitzenden Egon Becker hervorheben, der zusammen mit Günter Nohynek alle Fäden in der Hand hielt. Danken möchte ich auch den Friesenern, die unser Traditionsfest am früheren Dorfzentrum an der alten Schule mit ihrem Besuch unterstützt haben." 

 


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